
Cyber Security im Mittelstand
Wie Mittelstand und Familienunternehmen mehr für die IT-Sicherheit tun können.
In München finden Entrepreneure beinahe perfekte Bedingungen für Unternehmensgründungen, wie der 10. Deutsche Startup Monitor in seiner Regionalauskopplung für die bayerische Landeshauptstadt zeigt: 72 Prozent der Gründer:innen sind demnach mit dem Startup-Ökosystem an der Isar – im Vorjahr waren es allerdings noch 77 Prozent.
Die große Stärke der Region liegt in der Nähe zu guten Universitäten und dem vergleichsweise einfachen Zugang zu Fachkräften und Kapital. Verbesserungen fordern die Jungunternehmer:innen beim Bürokratieabbau. Besonders unter den Nägeln brennt den Gründer:innen auch der schwierige Zugang zu bezahlbaren Büroräumlichkeiten. Nur 13 Prozent sind damit zufrieden (bundesweit immerhin 41 Prozent).
„Auch in der Startup-Hochburg München müssen die externen Rahmenbedingungen für Gründungen erleichtert werden, sonst drohen gründungswillige Unternehmer:innen ins Ausland abzuwandern, wo sie mit weniger Bürokratie zu kämpfen haben.“
Im Standortwettbewerb hat die bayerische Hauptstadt ein wichtiges Ass im Ärmel: Die enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen vor Ort. So geben 57 Prozent der Münchner Startups an, Unterstützung von Hochschulen zu erhalten. Dabei taugt das Münchner Ökosystem als Vorbild für andere Standorte, wenn es um den Aufbau von Leuchtturm-Gründungszentren geht. So gilt das Zentrum für Innovation und Forschung, UnternehmerTUM, sowohl national als auch international als Best Practice hochschulnaher Startup-Förderung. Das von TU und LMU getragene Center for Digital Technology and Management hat sich den Ruf als eine der wichtigsten Ausbildungsstätten für Gründer:innen im Land erarbeitet.
Dank der Nähe zur Forschung punktet München als starker Technologiestandort. Besonders bei den wichtigen Zukunftstechnologien schneidet die Startup-Szene in der Landeshauptstadt überdurchschnittlich gut ab, etwa im Bereich Künstliche Intelligenz.
Initiativen wie appliedAI, bei der Vertreter aus Technologie, Industrie und Forschung gemeinsam an einem starken KI-Ökosystem tüfteln, spielen dabei eine wichtige Rolle.
Grundsätzlich setzen die Münchner Gründer:innen auffällig oft auf digitale Geschäftsmodelle: Bei 42 Prozent (bundesweit 29 Prozent) basiert das Business Modell auf Software as a Service, also einem Lizenz- und Vertriebsmodell, bei dem Software-Anwendungen über das Internet, sprich: als Dienstleistung, angeboten werden, für die Nutzer:innen in der Regel Abonnements abschließen.
Die Münchner Startups fungieren mit ihren Schwerpunkten aber nicht nur als Innovationstreiber, sondern auch als Wachstumsmotor für die gesamte bayerische Wirtschaft: Im Schnitt beschäftigen sie 42 Mitarbeiter:innen und wollen in den kommenden Monaten 16 neue Fachkräfte einstellen. Damit schaffen sie viele Arbeitsplätze in der Region.
In Sachen Diversität gibt es jedoch noch reichlich Luft nach oben: Der Anteil an Gründerinnen liegt in München nur bei 13 Prozent und damit deutlich unter dem Bundesschnitt von 20 Prozent.
Ein Grund für den niedrigen Frauenanteil unter den Münchner Startups sind die inhaltlichen Schwerpunkte: In den technischen Studienfächern, aus denen viele der Münchner Gründenden stammen, sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. So lag der Frauenanteil unter den Informatik-Studierenden an der TU München 2021 beispielsweise nur bei 21 Prozent.
Rund läuft es in München dagegen in Sachen Kapital: Sechs von zehn Unternehmen sind mit dem Zugang zu finanziellen Mitteln zufrieden. Bundesweit liegt dieser Wert mit 37 Prozent deutlich tiefer. Ein Grund für diese Zufriedenheit: Laut Studie haben Münchner Startups wesentlich häufiger Zugang zu externem Kapital. 68 Prozent ist es gelungen, finanzielle Mittel von außen einzutreiben (bundesweit 57 Prozent). Fast jedes zweite Startup hat dabei sogar mehr als eine Million Euro eingesammelt (bundesweit 19 Prozent). Viele Münchner Gründer:innen geben ihr Kapital und ihre Erfahrung auch innerhalb des Ökosystems weiter: So engagiert sich jedes vierte Münchner Startup selbst als Business Angel (bundesweit nur 14 Prozent).
In der bayerischen Metropole sind besonders viele Startups angesiedelt, die sich bereits in einer späteren Phase der Unternehmensentwicklung befinden: 36 Prozent haben die „Growth Phase“ erreicht, in der die Unternehmen ein starkes Umsatz- oder Nutzerwachstum erleben. Bundesweit sind nur 23 Prozent der Startups bereits so weit entwickelt.
„Business Angels mit Gründungserfahrung sind ein zentraler Erfolgsfaktor entwickelter Startup-Ökosysteme. Nach meiner Erfahrung haben es vor allem DeepTech-Firmen schwer, Finanzierungen zu erhalten, weil der Kapitalbedarf ungleich höher ist als im Plattform-Geschäft."
Zu diesen Ergebnissen kommt der 10. Deutsche Startup Monitor. Für die Studie hat PwC gemeinsam mit dem Bundesverband Deutsche Startups e. V. und dem akademischen Partner netSTART rund 2.000 deutsche Startups befragt, davon 158 mit Sitz in München.
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