Die Herausforderung. Die ZF Friedrichshafen AG ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer. Im Rahmen einer weltweiten Digital-Transformation investierte das Unternehmen in ein umfangreiches Projekt für moderne Arbeitsplatzlösungen. Von dieser Digitalisierungsoffensive sollten auch die Mitarbeitenden in den Werkshallen profitieren: Denn die Belegschaft in der Produktion hatte im Tagesgeschäft nicht nur sehr viele manuelle Routinetätigkeiten zu bewältigen, es herrschte Nachholbedarf in Bereichen wie persönliche Nutzer- und E-Mail-Konten, Lizenzen und die richtigen Tools, um effizienter zusammenzuarbeiten. Somit bestand die Gefahr einer digitalen Isolierung ganzer Teams an ihren Arbeitsplätzen in der ZF-Produktion.
Um diese Probleme zu lösen, investierte der Automobilzulieferer in ein Programm zur digitalen Inklusion, das jeden Mitarbeitenden von der Fabrikhalle bis zum Vorstandsbüro dabei unterstützt, von den Vorteilen neuer, moderner Arbeitsplatzlösungen zu profitieren. Hauptziele des Projekts, bei dem PwC das Unternehmen umfassend unterstützte: für rund 75.000 Mitarbeitende ohne eigene ZF-Geräte eine digitale ZF-Identität aufbauen, einen Zugang zu IT-Tools bereitstellen und alle Mitarbeitenden befähigen, auf globaler Ebene in der digitalen Welt des Unternehmens zu partizipieren – etwa über Live-Übertragungen, digitale Gruppentreffen, Schichtplanung, E-Mail-Informationen oder webbasiertes Lernen.
Gemeinsam mit ZF haben wir uns für einen nachhaltigen Implementierungsansatz entschieden. Dieser Projektansatz bestand darin, neue Technologien zu implementieren, aber gleichzeitig langfristige Adoptions-Strategien zu entwickeln. Dabei sind wir in drei Schritten vorgegangen:
Einführung standardisierter Prozesse zur Erweiterung und Skalierung des Onboardings:
Durch die Implementierung standardisierter Identitäts- und Zugriffsmanagementprozesse haben wir das Onboarding für die Frontline-Mitarbeitenden technologisch neu aufgestellt. Das Projektteam hat Accounts für 75.000 User erstellt und die entsprechenden Lizenzen zugewiesen. Die automatische Zuweisung von Berechtigungen, Passwörtern und Lizenzen ermöglicht eine schnelle und reibungslose Integration in die digitale Unternehmenswelt. Durch die neu eingeführten Prozesse konnte das digitale Onboarding von Frontline-Mitarbeitenden weltweit skalierbar gestaltet werden.
Self-Enrollment-App als Know-how- und Projekt-Enabler:
Dank der Self-Enrollment-App können Werksstandorte die Einrichtung und Schulung selbstständig mit schrittweiser Anleitung durchführen. Dieser Ansatz hat dazu beigetragen, dass alle Mitarbeitenden die neuen Kommunikations- und Kollaborationstools schnell akzeptieren. Die App war der Schlüssel für einen reibungslosen globalen Rollout. Darüber hinaus hatte das Management an verschiedenen Standorten und Zeitzonen einfachen Zugriff auf alle relevanten Projekt-, Kommunikations- und Trainingsunterlagen.
Mehr Gleichberechtigung und Zufriedenheit in der Belegschaft:
Das Projekt hat nicht zuletzt die Unternehmenskultur positiv beeinflusst, auch die Gleichberechtigung zwischen den Mitarbeitenden in der Produktion und in den Büros ist gestiegen. Neue Arbeitsweisen und digitale Innovationen wurden gestärkt. Nicht zuletzt haben sich Kommunikation, Kollaboration und Flexibilität zwischen den Mitarbeitenden standortübergreifend deutlich verbessert. Das Projekt hat ZF Friedrichshafen damit den Weg in die Digitalisierung des Shopfloors geebnet.
„Gemeinsam mit PwC haben wir ein umfassendes Programm zur digitalen Befähigung der Mitarbeitenden in der Produktion bei ZF aufgesetzt. Die verantwortlichen Kolleg:innen von ZF und PwC haben als tolles Team zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass alle Ziele erreicht werden und die Digitalisierung der Produktionsmitarbeiter einen großen Schub erhält.“
Gerhard Schauer,Vice President IT Workplace, ZF Friedrichshafen AGFür dieses Projekt bei ZF Friedrichshafen wurde PwC 2023 von der Fachjury des Best of Consulting Awards der WirtschaftsWoche in der Kategorie Digital Transformation ausgezeichnet.
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