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Roland Werner
Leiter Gesundheitswirtschaft & Pharma bei PwC Deutschland
Tel.: +49 170 7628-557
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Der Weltklimarat mahnt, deutlich stärkere Gegenmaßnahmen gegen den Klimawandel zu unternehmen. Denn er hat gravierende Folgen für die menschliche Gesundheit. Extremwetter-Erscheinungen nehmen weltweit zu und belasten Menschen physisch sowie psychisch. Indirekte gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels sind Allergien und Infektionskrankheiten durch veränderte Ökosysteme.
Deshalb muss sich gerade auch der Gesundheitssektor, der als wesentlicher CO₂ Emittent, zum Beispiel durch Energieverbrauch, Transporte und Narkosegase, zu dieser Krise beiträgt, verändern. Gleichzeitig tritt ab 2025 die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ein, die auch Kliniken verpflichtet, ihre Emissionen und Gegenmaßnahmen zu reporten. Darauf vorbereitet sind allerdings die wenigsten Kliniken.
„Noch immer herrscht die Meinung vor, Nachhaltigkeit sei eine Investition ohne Rendite. Doch auch im Krankenhaus kann Nachhaltigkeit nutzenstiftend umgesetzt werden.“
Krankenhäuser spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung gesundheitlicher Krisen. Diese Rolle steht im Spannungsfeld zum stetig steigenden öffentlichen Druck, auch im Gesundheitswesen nachhaltig zu wirtschaften, Ressourcen einzusparen und dem „Puls der Zeit“ zu entsprechen – vom Ressourcen- und Energieverbrauch über Nachhaltigkeitsberichterstattung bis hin zu Diversity und Arbeitszeitmodellen. Was also können und müssen Krankenhäuser tun, um direkte und indirekte wirtschaftliche Vorteile dieser Nachhaltigkeitsfaktoren auszuschöpfen und Anforderungen zu erfüllen?
82 Prozent der Investor:innen weltweit meinen, dass ESG ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie sein sollte. Die Politik treibt die Thematik ebenfalls aktiv voran: Von den 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen über das EU-Lieferkettengesetz bis hin zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).
Im Gesundheitswesen wird nachhaltiges Wirtschaften, auch aufgrund der Vielzahl aktueller Herausforderungen, oftmals noch nicht als dringlich angesehen – obwohl sich Nachhaltigkeit durchaus rechnen kann. Analytische Grundlage kann bspw. eine Auswertung der Treibhausgasemittenten entlang der Wertschöpfungskette bilden.
Krankenhäuser stehen von intern und extern unter Druck: Fachkräfte sind rar, Strukturvoraussetzungen sind zu erfüllen, die Kosten steigen, Ambulantisierung und Digitalisierung schreiten voran und der Markt konsolidiert sich weiter. Dazu kommen unsichere Zukunftsperspektiven durch die geplante Krankenhausreform. Somit drängt sich die Frage auf, wie Maßnahmen mit dem Fokus Nachhaltigkeit parallel angegangen und finanziert werden können.
Im Impulspapier finden Krankenhäuser zahlreiche ESG-Maßnahmen und deren Nutzen sowie zehn für Krankenhäuser relevante Handlungsfelder. Vorgestellt werden zudem Beispiele aus Krankenhäusern, die bereits erfolgreich nachhaltig wirtschaften. Schließlich skizziert das Papier anhand von ESG-Schlüsselthemen einen systematischen Ansatz zu langfristig nachhaltiger Ausrichtung.
Das PwC-Impulspapier „Warum sich Nachhaltigkeit auch für Krankenhäuser lohnt“ steht Interessierten als kostenloser Download zur Verfügung.
„Der Gesundheitssektor, der häufig als nachhaltig per se betrachtet wird, ist dies aber in keinem Fall.“
Roland M. Werner
Partner, Leiter Gesundheitswirtschaft & Pharma, PwC Germany
Tel.: +49 170 7628-557